Riemer leider nicht über den Vorlauf hinaus

Jonathan Riemer startete gestern bei den 1. Jugend U16 DM in Köln über die 300m-Distanz. Mit 39,04 Sekunden blieb der 15-jährige leider hinter seinen Möglichkeiten und schaffte den Sprung in die Finalläufe leider nicht. Dennoch nutzte er seine ersten Deutschen Meisterschaften, um Erfahrungen zu sammeln und genoss den Rest der Veranstaltung mit seiner Familie und seinem Trainer. Im nächsten Jahr möchte er wieder angreifen und bei dem großen Event dabei sein.

Im Regen in Düsseldorf gestartet, blieb das Wetter hingegen in Köln doch sehr beständig bis zum ersten von drei Vorläufen am späten Nachmittag auf der Net-Cologne-Leichathletikanlage an der Sporthochschule Köln. Noch einmal eine Ebene professioneller war die Deutsche Meisterschaft organisiert. So musste sich Jonathan noch einmal vier Sicherheitsnadeln besorgen, da bei diesem Wettkampf Startnummern auf Brust und Rücken ans Trikot geheftet werden mussten. Auch die Bestimmungen, dass die Athleten eines Laufes sich 15 Minuten vorher in einem Callroom einfinden, war neu. Hier mussten elektronische Geräte abgegeben werden und die Startnummern sowie die Nägel der Spikes wurden kontrolliert. Danach ging es gesammelt und angeführt durch einen Kampfrichter ins Stadion. Wie die Perlen auf einer Schnur und wie die ganz Großen in Zürich gingen die Teilnehmer des ersten Vorlaufes in die Kurve zu ihren Startblöcken. Jonathan startete auf Bahn 8. Eine eher unbeliebte Bahn auf der Distanz, da man gute 150-200m vorwegläuft und sich als der Gejagte fühlt und die Konkurrenz im Nacken spürt. Pünktlich um 17:10 Uhr startet der erste von drei Vorläufen über 300m. Jonathan kommt gut aus den Blöcken, und geht couragiert und fokusiert auf die Strecke. Nach der Hälfte der Strecke liegt er genau in der Zeit seiner Bestleistung. Weitere 50m maschiert er auch die Zielgerade zu. Dort verliert er einiges an Kraft und man merkt, wie die Strecke an ihm zehrt. Nach 39,04 Sekunden schmeißt er sich ins Ziel. Leider eine gute Sekunde langsamer als seine Bestleistung. Dennoch nimmt er es sportlich und ist vorallem zufrieden mit sich selbst.

 

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